Goethes Dr. Faust - existenzanalytische Deutung eines Suizidversuches
Zu Beginn des Goethe-Dramas Faust hören wir vom Selbsttötungsvorhaben des Doktor Faust. Er verzweifelt daran, dass er nicht erkennen kann, 'was die Welt im Innersten zusammenhält'.
Wie kann aus logotherapeutischem / existenzanalytischem Blickwinkel Faustens Suizidwunsch und wie die Auflösung der Problematik verstanden werden?

Goethe schreibt am 4.12.1827 an seinen Freund Zelter: "Suchten sie [die Leser] doch die psychisch-sittlichen-ästhetischen Räthsel, die in meinen Werken mit freygebigen Händen ausgestreut sind, sich anzueignen und sich ihrer Lebensräthsel dadurch aufzuklären! Doch viele thun es ja, und wir wollen nicht zürnen, daß es nicht immer und überall geschieht."
- Vortrag und Gespräch -
Gedenkplakette am Schwalbenstein (Foto: W.Sch.)
(Am Schwalbenstein, einem Felsen zwischen Ilmenau
und Manebach (Goethewanderweg), schrieb Goethe
am 19.03.1779 den vierten Akt der 'Iphigenie' auf.)
